englische versionto pdftext als pdf

 

Karl Rohrseitz Zirndorf, Germany

Als am 6. Dezember 1881 Herr Karl Rohrseitz der Firma ihren Namen gab, da waren es einige wenige Flaschner- und Metalldrückergesellen und einige wenige Mitarbeiter, mit denen in handwerklichem Betrieb kleine Fingerringe mit billigen Glassteinen, Brillengestelle und Lesegläser gefertigt wurden.Der seinerzeitige allgemeine Wirtschaftsaufschwung brachte jedoch gute Erträge, so daß bereits im Jahre 1896 der erste Teil des Fabrikgebäudes in der Karlstrasse gebaut werden konnte. Inzwischen war die Fertigung von billigen Kinderschlottern und Pfeifkreiseln aufgenommen worden.Interessant ist, dass diese Kinderspielzeuge hauptsächlich nach Indien und Südamerika exportiert wurden. Gerade die Herstellung von Kinderschlottern aus Blech war ein fast ausschliessliches Monopol einiger Zirndorfer Spielwarenfabriken.Daher stammt auch die für nicht Eingeweihte eigenartig klingende Bezeichnung "Blechpatscher". Im Jahr 1908 übernahm Herr Fritz Rohrseitz die Firma und konnte bereits im Jahr 1911 die bestehende Firma erweitern und die Fabrikationsfläche verdoppeln.Die Belegschaft wurde bis 1914 auf 60-70 Mitarbeiter, sowie Exportverbindungen zu fast allen Ländern in Übersee aufgebaut.Der erste Weltkrieg brachte ein fast völliges Erliegen des Auslandsabsatzes.Nach Kriegsende brachte in der ersten Zeit die Fertigung von Küchenwaagen den notwendigen Anlaufumsatz.Die immer für das Neue aufgeschlossene Betriebsführung hatte inzwischen in der Musikdose einen Artikel aufgegriffen, der sowohl im Inland sowie im Ausland gute Aufnahme fand.Anfang der 30-er Jahre wurde dann die Musikspielwarenkollektion noch auf Musik,- und Choralkreisel ausgedehnt.Der 2. Weltkrieg brachte erneut einen jähen Abbruch der glücklichen Aufwärtsentwicklung der Firma.Durch einen großen persönlichen Einsatz von Fritz Rohrseitz und seinen Söhnen Willy und Karl Rohrseitz gelang es jedoch,Anschluß an die neue Zeit zu finden. Fritz Rohrseitz gehörte zu den Gründungsmitgliedern der "Vereinigung bayerischer Spielwaren- und Christbaumschmuckhersteller.Die Organisation ernannte ihn darum zum Ehrenmitglied.Er war maßgeblich beteiligt an der Bildung eines Exportausschusses nach dem Kriege und am Zustandekommen der Internationalen Spielwarenmesse.Nach dem 2. Weltkrieg strebte man eine Verbreiterung des Sortiments an.So wurde die schon vor dem Krieg begonnene Fertigung von Lebkuchendosen für alle namhaften Nürnberger Lebkuchenhersteller ausgeweitet und forciert.Ausserdem brachte man verschiedene Fantasiekreisel auf den Markt, die heute noch zum Standardprogramm gehören. Besonders wichtig war, und ist es auch in Zukunft, mit dem technischen Fortschritt und den Möglichkeiten die neue Techniken bieten, Schritt zu halten.Dipl.Ing.Willy Rohrseitz war seit 1970 Alleininhaber der Firma und wurde von seinen Kindern, Herrn Werner Rohrseitz und Frau Reinwald, geb. Rohrseitz in der Geschäftsleitung unterstützt.